Monferrato / Piemonte: Consorzio di Tutela Dolcetto d'Ovada

D.O.C., D.O.C.G. oder I.G.T.?

Bei dem Begriff Denominazione di origine controllata, abgekürzt D.O.C., handelt es sich um eine Ursprungs- und Herkunfts­bezeichnung für Wein aus Italien. Sie ist mit der Appellation d'Origine Contrôlée (AOC) oder dem Districtus Austriae Controllatus (DAC) vergleichbar.

Inhaltlich wird hier ein Kriterium mit einer Obergrenze für das Erntegewicht pro Flächeneinheit, einem Doppelzentner pro Hektar, festgelegt.

Auch die zugelassenen Anbaugebiete, die zulässigen Rebsorten sowie der zulässige Ertrag pro Hektar werden in dieser gesetzlich geregelten und kontrollierten Ursprungsbezeichnung, die schon im Jahr 1963 eingeführt wurde, definiert.

Ziel war es seinerzeit, durch Einführung einer allgemein verständlichen Ursprungsbezeichnung der Weine eine nachhaltige Qualitätsverbesserung der produzierten Weine zu erreichen, die auch vom Käufer angenommen und honoriert werden konnte. Im Monferrato und in den Langhe werden heute vier D.O.C.G.-Anbaugebiete gezählt.

Grundsätzlich sind drei Qualitätsstufen zu unterscheiden. Die unterste bildet dabei die so genannte Indicazione Geografica Tipica, kurz I.G.T.. Auf sie folgt die nächste Qualitätsstufe, die Denominazione di origine controllata, kurz D.O.C., ihrerseits gefolgt von der höchsten Wertung, der Denominazione di Origigne Controllata e Garantita, kurz D.O.C.G.

Diese Qualitätsbezeichnungen stellen für den Kunden ein verlässliches Kriterium dar, um sich in der Welt der Weine unkompliziert und schnell zurecht zu finden oder sich einen Überblick zu verschaffen. Auch das Preis-Leistungsverhältnis der Weine kann auf dieser Grundlage besser eingeschätzt werden.

In Europa gibt es seit 1992 mit dem Protected Designation of Origin (P.D.O.) ein vereinheitlichtes Qualitätssiegel.
Auf Grund ihres weitaus höheren Bekanntheitsgrades werden aber weiterhin die alten italienischen Ursprungsbezeichnungen verwendet, die sich bereits europaweit etabliert haben.